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Ohne jegliches Fingerspitzengefühl

Weser-Kurier vom 29.8.2016

http://www.weser-kurier.de/bremen_artikel,-Ohne-jegliches-Fingerspitzengefuehl-_arid,1446544.html

Textpassagen aus dem Artikel:

… Die Gewoba möchte 100 Wohneinheiten schaffen – mindestens 80 Prozent, womöglich sogar komplett, sozial gefördert. Vorgesehen sei dabei auch die Bebauung der kleinen Straße Am Waller Wied: Dort soll eine Hausreihe mit Geschosshöhen von vier bis acht Stockwerken entstehen. „Nur mal so zum Vergleich: Ein achtstöckiger Turm ist locker 24 Meter hoch. Unsere Häuser sind mit Spitzdach zehn Meter hoch“, erklärt Hans-Werner Liermann.…

… den Einwand, dass die vorgesehene Bebauung überhaupt keine Rücksicht auf die gewachsenen Strukturen nehme, hätten die Planer „eiskalt weggewischt“, erzählt Wankerl: „Blanker Hohn“ sei das Argument, dass man mit den Gebäudehöhen städtebaulich auf den Stil der Überseestadt reagieren müsse. „Dass damit das Heimatviertel mit seiner 127 Jahre alten Tradition in den Schatten gestellt wird, das ist den Planern anscheinend ziemlich egal. Statt an die Menschen zu denken, die hier wohnen, wird nur von oben auf abstrakte Formen und Fluchten geschaut.“ Die städtebauliche Verbindung des historischen Quartiers zur Überseestadt könne über „kluge, integrative und schöne Konzepte“ durchaus gelingen. „Aber Bremen will wieder einmal versagen.“…

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