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Stirbt ein Kleinod den Verkehrs-Tod?

PROTEST IM WALLER WIED GEGEN GEPLANTE SCHNELLSTRASSE

Bremen – Damit das Wohnviertel Waller Wied nicht zur isolierten Verkehrsinsel wird, protestieren viele der 750 Bewohner gegen die geplante Schnellstraße. Denn die will ihnen der Senat bald direkt vor die Haustür setzen! Für rund zwei Millionen Euro – die laut Anwohner-Initiative zum Erhalt des Heimatviertels anders und besser verwendet werden könnten.

„Ein Durchstich zur Hafenstraße, 26 Meter breit. Das plant die Stadt, um angeblich den Verkehr zu entlasten“, sagt Hans-Werner Liermann (61) von der Initiative. „Für uns sieht das nach Problemverlagerung aus.“ Denn es würde Walle zwar entlasten, aber die 7200 Fahrzeuge, die täglich über die neue Straße fahren sollen, würden sich woanders stauen. Angebot an die Anwohner: eine sieben Meter hohe Lärmschutzwand direkt vor die Häuser!

„Das geht gar nicht“, findet Vivien Schnake (34). „Schon jetzt habe ich jeden zweiten Tag einen pechschwarzen Lappen, wenn ich meine Fensterbänke abwische – alles von Feinstaub und Abgasen.“ Um Klarheit über die Lärm- und Abgasbelastung zu bekommen, stellte die Linksfraktion Anfang Februar in der Bürgerschaft eine Anfrage - bisher unbeantwortet. Die Frist dafür läuft am 27. März. Heißt: Der Senat muss an dem Tag eine Antwort beschließen!

Lösungsvorschlag der Anwohner: eine neue Brücke in Verlängerung zum Hansator, hin zur B 6. Das würde auch die marode Stephanibrücke entlasten. Dazu hat sich die Politik aber noch nicht geäußert.

Quelle: BILD . Hier der Link zum Artikel

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