Pseudo-Beteiligung Teil 3/4 am 27.08.2025

Teil 3 der "Beteiligung", in der keine unserer Fragen beantwortet wird und unsere Anliegen nicht bearbeitet werden können, denn in dieser Veranstaltung geht es rein darum, eine Schule mit Dreifachturnhalle in der Größe vom Dezember auf der Fläche des Heimatgrüns zu planen.

Unten der Ausschnitt aus dem Protokoll der Beiratsversammlung vom 27.03.2025, in der wir unsere Anträge eingereicht hatten. Immerhin wurden dieses Mal alle Personen, die einen Antrag eingereicht hatte, eingeladen.

Auftakt

Wie die letzten beiden Male trafen wir uns in der Aula der Berufsschule GAV. Dieses Mal geb es einen Groß-Ausdruck des Heimatgrüns und der "braunen Spitze", an der Wand wurden die "Graphic Recordings" gezeigt, die wohl im Nachgang des 2. "Workshops" angefertigt wurden, denn im Protokoll fand sich lediglich eines.

Gleich zu Beginn wurde auf die Rückmeldung zum Protokoll zur 2. "Beiteiligung" eingegangen. Es wurde gesagt, dass selbstverständlich alle Protokolle und Anmerkungen auf den Seiten des Ortsamts West transparent verlinkt werden sollen - eben so die Antworten auf die Kleine Anfrage der CDU in der Bürgerschaft und auch die Antworten auf unsere Petition. Es hätte auch schon eine Antwort von SBMS auf unsere Anträge gegeben, bekommen haben wir aber bislang nichts.

Bezüglich des Städtebaulichen Vertrags wurde gesagt, dass sich in der Antwort der Kleinen Anfrage (die nicht aus diesem "Workshop" generiert wurde, sondern erst durch unsere wiederkehrenden Anfragen an verschiedenste Personen und Gremien aufgegriffen wurde) eine umfassende und "sehr verständliche" Erklärung der Sachverhalte gäbe. Tja, Ansichtssache.

Obwohl unsere Belange hier nicht bearbeitet werden, würde man sich freuen, dass wir da wären, schließlich könnten die Erkenntnisse hieraus problemlos auf andere Standorte übertragen werden. Es war also bekannt, dass vielleicht noch einmal eine Änderung stattfinden könnte.

Dann ging es los.

Schüler erzählen über ihre Wunsch-Schule

Bei diesem Termin sollten Schüler erarbeiten, wie sie sich ihre Schule vorstellen. 12 Schüler wurden eingeladen und 90 Minuten vorab vom Moderationsteam und weiteren Anwesenden in einem beschränkten Kreis angeleitet, ihre Ideen aufzuschreiben.

Komprimiert lässt es sich so ausdrücken: die Schüler wünschten sich Ruhe zum Lernen, auch zusätzliche Rückzugsräume z.B. für Hausaufgaben; im Außenbereich wurde sich hauptsächlich eine große Spielfläche gewünscht.

Architektonische Planung

Wir wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, eine bewegte sich in einen Klassenraum (in dem erst einmal die Fenster geschlossen werden mussten, denn es war unerträglich laut durch den Lärm der Nordstr.). Hier fand sich das alte 3D-Modell vom letzten Mal.

Eine Architektin erläuterte das Prinzip der Cluster-Schule und welche Abhängigkeiten zwischen den einzelnen Cluster-Elementen bestehen und wie das die Anordnung beeinflusst. Dazu zeigte sie die Studien von vier Schulen, die nach diesem Konzept und Modulbauweise von der Firma Wulf Architekten in München erstellt wurden - einfache rechteckige Bauten mit fast Container-Charakter in variablen Größen.

Die angestrebte Modulbauweise soll eine Nachnutzung ermöglichen, z.B. als Kita oder als sozial geförderter Wohnraum, falls die Schule mal nicht mehr sechszügig ist.

Danach erläuterte Frau Spanier kurz die Grenzen, die laut Bebauungsplan eingehalten werden müssen, und wo Abweichungen möglich sind (und z.T. auch schon mit dem Ortsamt West kommuniziert wurden).

Mit den maßstabsgetreuen Cluster-Bausteinen ging es ans Werk, aber durch die festgelegte Anordnung der Elemente und die Form des Geländes mit dem dazugehörigen Bebauungsplan lässt nur eine wirkliche Möglichkeit zu: einen Schul-Riegel und die Turnhalle rechts oder links davon. Übrigens war der Platzhalter für die Turnhalle etwas klein geraten und für den Schulhof gab es überhaupt keinen Platzhalter.

So langsam wurde es auch offensichtlich, dass das Gelände Heimatgrün vielleicht nicht ganz so großzügig ausfällt, wie man sich vorgestellt hatte. Um mehr Platz zu schaffen wurde von eingegrabenen Turnhallen und Nutzung auf den Dachflächen gesprochen. Angesichts des engen finanziellen Rahmens halten wir diese Ideen jedoch für illusorisch (tatsächlich wurde gestapelte Bauweise in anderen Betrachtungen als zu teuer erachtet, und Schulhöre/Aufenthalt auf Dachflächen für ungenügend).

Unten das Bild mit der End-Konfiguration.

Außenbereich und Freiraum

Die zweite Gruppe befasste sich mit der Planung des Freiraums. Auch dort realisierte man schnell, dass das Platzangebot auf dem Heimatgrün eher begrenzt ist. Um mehr Platz zu schaffen wurden die Parkflächen unter die Turnhalle geschoben und auf dem Dach der Turnhalle sollte dann noch ein Bolzplatz und so etwas wie ein Tennisplatz entstehen. Auch hier wurde wohl nicht erwähnt, dass gestapelte Bauweise aus finanziellen Gründen unrealistisch ist.

Bäume wurden großzügig verteilt, um Grün zu erzeugen, besondere Aufmerksamkeit erhielt die "braune Spitze", die immer noch beharrlich als Biotopfläche ins Spiel gebracht wird. Diese soll dann ausgebaggert und topografisch umgestaltet werden, um dann 20 Jahre lang unter beengteren Bedingungen vergleichbaren Wildwuchs und Naturnähe zu entwickeln.

Am Ende wurde draußen noch einmal visualisiert, wie hoch denn so ein Schulgebäude ist und man wunderte sich, dass 20m doch recht hoch sind.

Zusammenfassung der Ergebnisse/Fazit

Man ist immer etwas fassungslos, wenn sich in einer Veranstaltung den größten und wildesten Wünschen hingegeben wird, die aber in der Umsetzung am Ende nicht berücksichtigt werden oder werden können - sei es aus baurechtlichen Rahmenbedingungen, aus Gründen des Schutzes oder auch ganz profan aus finanziellen Gründen.

Befragt, wie es denn mit den Dach- und Fassadenbegrünungen in Bremen aussieht und ob ein Beispiel genannt werden könnte wurde nur gesagt, dass es wohl verpflichtend wäre, aber es würde an Kontrollen mangeln. Zur Fassadenbegrünung konnte eine Architektin nur ein Beispiel aus Paris beisteuern.

Am schlimmsten ist es dann, wenn im Nachgang der Veranstaltung behauptet wird, man hätte sich mit der Bürgerinitiative geeinigt.

Nein, das kann man jetzt hier wirklich nicht sagen.

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